Menschen mit Behinderungen sind Expertinnen Sie testen und bewerten digitale Tools

Digitale Transformation prägt zunehmend die Zugänge zur Weiterbildung. Das Projekt ToolCheck Inklusion nimmt diese Entwicklung auf und verbindet die Erprobung digitaler und KI-gestützter Assistenztechnologien mit dem Anspruch auf digitale Teilhabe.
Ausgangspunkt ist ein partizipativer Ansatz. Menschen mit Behinderungen werden als Expert:innen in eigener Sache einbezogen. Sie bringen ihre Erfahrungen, Bedarfe und Bewertungen systematisch in die Analyse digitaler Werkzeuge ein und gestalten so Prozesse der digitalen Entwicklung in der Erwachsenenbildung aktiv mit.
In rund 30 Workshops mit etwa 200 Teilnehmenden in Werkstätten, Wohneinrichtungen, Lerncafés und Weiterbildungskursen werden unterschiedliche Tools praktisch getestet. Dazu zählen Vorlese-Apps, Diktierprogramme, Übersetzungstools in Leichte oder Einfache Sprache sowie KI-gestützte Gesprächssimulatoren. Direkt nach der Anwendung werden Funktionalität, Verständlichkeit, Barrierefreiheit und Nutzbarkeit reflektiert. Die Rückmeldungen dokumentieren hilfreiche Funktionen, bestehende Barrieren und notwendige Anpassungen. Melden Sie sich unter diesem Link bis 15. März 2026, wenn Sie sich als Person doer Institution aus Rheinland-Pfalz beteiligen wollen.
Auf dieser Grundlage entsteht systematisiertes Erfahrungswissen. Die Ergebnisse werden als Infoblätter, Empfehlungen und Materialien aufbereitet. Ziel ist eine fundierte Grundlage für mehr Selbstbestimmung und Inklusion in der Erwachsenenbildung.
Handreichung
Die geplante Handreichung bündelt zentrale Erkenntnisse aus ToolCheck Inklusion. Sie beschreibt Einsatzmöglichkeiten digitaler und KI-gestützter Werkzeuge in inklusiven Lernsettings, benennt Kriterien für Barrierefreiheit und formuliert Maßstäbe für eine reflektierte Bewertung von Tools. Adressiert sind Kursleitende, Einrichtungen und Fachkräfte, die digitale Teilhabe professionell gestalten.
Infoblätter
Auf Grundlage der Erprobungen entstehen zehn kompakte Infoblätter mit jeweils zwei bis drei Seiten. Sie thematisieren einzelne Tools oder spezifische Fragestellungen, darunter:
Übersetzungstools in Einfache Sprache
Künstliche Intelligenz in inklusiven Lernsettings
weitere thematische Schwerpunkte zu unterschiedlichen Unterstützungsbedarfen
Die Materialien bieten praxisnahe Orientierung und bündeln die Perspektiven der Nutzer:innen.
Trägerschaft und Kooperation
ToolCheck Inklusion ist ein Projekt der Katholische Erwachsenenbildung Rheinland-Pfalz. Es ist Teil des Projekts Inklusions-Guides und wird gefördert vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung Rheinland-Pfalz.
Kooperationspartner:innen sind:
GrubiNetz Region Eifel/Mosel/Trier
GrubiNetz Region Mittelrhein/Westerwald-Taunus
Mit weiteren Netzwerkpartner:innen entsteht ein Modell partizipativer Technikbewertung, das digitale Teilhabe als Bestandteil erwachsenenpädagogischer Qualität verankert.
Foto: CDC Unsplash